U15-Kaderlehrgang in Schleswig: Leistungsüberprüfung und Übergänge vom Stand in den Boden
Am Samstag, den 29. August 2026, trafen sich die Nachwuchsjudoka des Judo-Verbandes Schleswig-Holstein zum Perspektivkaderlehrgang und zur Sichtung der Altersklasse U15 in Schleswig. Eingeladen waren die Athletinnen und Athleten des Landes- und Perspektivkaders sowie die bei den Landesmeisterschaften platzierten Judoka. Ausgerichtet wurde der Lehrgang von der Judosparte des Schleswiger Sportvereins.
Von 10:00 bis 17:30 Uhr stand ein abwechslungsreicher, aber zugleich anspruchsvoller Trainingstag auf dem Programm.
Im Mittelpunkt standen diesmal zwei Schwerpunkte: die Überprüfung der körperlichen und koordinativen Leistungsfähigkeit sowie die Weiterentwicklung der Übergänge vom Stand in den Boden.
Nach der Leistungsüberprüfung verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Tatami. Inhaltlich knüpfte das Training an einen wichtigen Bestandteil der langfristigen technischen Entwicklung an: den direkten Übergang vom Stand in den Boden.
Trainiert wurden Situationen nach eigenen Wurfansätzen und Aktionen, bei denen der Gegner zwar nicht unmittelbar geworfen werden konnte, sich aber Möglichkeiten zur Weiterarbeit im Boden ergaben.
Entscheidend war dabei vor allem, den Übergang nicht als Unterbrechung des Kampfes zu verstehen. Die Athletinnen und Athleten sollten lernen, bereits während der Standaktion zu erkennen, welche Möglichkeiten sich anschließend im Boden ergeben.
Angreifen, nachsetzen und kontrollieren bildeten deshalb den roten Faden der Trainingseinheit. Statt nach einer erfolglosen oder nur teilweise erfolgreichen Standaktion abzuwarten, sollte unmittelbar weitergearbeitet und die entstandene Situation für eine Bodentechnik genutzt werden.
Vom Üben zur Anwendung im Randori
Im weiteren Verlauf wurden die technischen Vorgaben zunehmend geöffnet. Aus zunächst klar vorgegebenen Situationen entwickelten sich freiere Aufgabenstellungen, bei denen die Judoka selbstständig Lösungen finden mussten.
Den Abschluss bildeten schließlich intensive Randoris. Hier galt es, die zuvor trainierten Übergänge auch gegen einen aktiv arbeitenden Partner umzusetzen. Für das Trainerteam waren diese Kämpfe gleichzeitig ein wichtiger Bestandteil der Sichtung.
Berufung in den Landeskader
Erfreuliche Nachrichten gab es auch zum Abschluss des Lehrgangs: Aufgrund ihrer konstant guten Wettkampfleistungen und ihrer positiven sportlichen Entwicklung in den vergangenen Monaten konnten die beiden Landestrainer Momme Konietzko und Michel Konietzko offiziell in den Landeskader U15 des Judo-Verbandes Schleswig-Holstein berufen.
Mit der Berufung wird die bisherige Entwicklung der beiden Nachwuchsathleten gewürdigt. Gleichzeitig ist sie Ansporn und Verpflichtung, den eingeschlagenen Weg im leistungsorientierten Training konsequent fortzusetzen.
Bilder und Bericht: Andreas Vogel
